Schnelle Zimtschnecken ohne Hefe: Mit Quark-Öl-Teig in 20 Minuten fertig

Schnelle Zimtschnecken ohne Hefe: Mit Quark-Öl-Teig in 20 Minuten fertig

In deutschen Backstuben erlebt derzeit eine kleine Revolution statt: die Zimtschnecken ohne Hefe erobern die Herzen der Hobbybäcker im Sturm. Während traditionelle Hefeteige stundenlange Gehzeiten erfordern, verspricht die moderne Variante mit Quark-Öl-Teig fertige Zimtschnecken in nur 20 Minuten. Diese zeitsparende Alternative hat sich besonders in hektischen Zeiten bewährt, wenn spontaner Besuch ansteht oder das Verlangen nach frischem Gebäck übermächtig wird.

Der Quark-Öl-Teig, auch Ölteig genannt, ist ein Teig ohne Hefe, der durch die Kombination von Quark, Öl und Backpulver seine Lockerheit erhält, gilt als verlässlicher Begleiter für alle, die keine Geduld für lange Wartezeiten aufbringen können. Im Gegensatz zum klassischen Hefeteig, der Wärme, Zeit und eine gewisse Erfahrung benötigt, verzeiht dieser Teig kleine Fehler und gelingt selbst Backanfängern mühelos. Die Konsistenz bleibt saftig, die Handhabung unkompliziert, das Ergebnis überzeugend.

Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass diese schnellen Zimtschnecken geschmacklich kaum von ihren hefehaltigen Verwandten zu unterscheiden sind. Die Kombination aus würzigem Zimt, süßem Zucker und der leicht säuerlichen Note des Quarks ergibt ein harmonisches Geschmackserlebnis, das an gemütliche Kaffeestunden erinnert. Für vier Personen reicht eine Portion dieser köstlichen Schnecken perfekt aus, um gemeinsam einen entspannten Nachmittag zu genießen.

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Den Backofen vorbereiten

Heize zunächst deinen Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Diese Temperatur ist wichtig, damit die Zimtschnecken gleichmäßig backen und eine schöne goldbraune Farbe bekommen. Lege ein Backblech mit Backpapier aus, damit die Schnecken später nicht ankleben.

2. Den Quark-Öl-Teig herstellen

Gib das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine große Rührschüssel und vermische beides gründlich. Füge dann den Magerquark, das Pflanzenöl, den Zucker und eine Prise Salz hinzu. Verknete alle Zutaten mit den Händen oder einem Teigschaber zu einem geschmeidigen Teig. Der Teig sollte nicht mehr an den Händen kleben, aber auch nicht zu trocken sein. Falls er zu klebrig ist, gib etwas mehr Mehl hinzu, ist er zu trocken, füge einen Esslöffel Milch hinzu.

3. Die Zimtfüllung vorbereiten

Vermische in einer kleinen Schüssel den braunen Zucker mit dem Zimtpulver. Diese Mischung ergibt die klassische, aromatische Füllung für deine Zimtschnecken. Stelle die weiche Butter bereit, damit du sie gleich auf den ausgerollten Teig streichen kannst.

4. Den Teig ausrollen

Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl und rolle den Teig mit einem Nudelholz zu einem Rechteck aus. Die ideale Größe liegt bei etwa 30 mal 40 Zentimetern, die Dicke sollte ungefähr einen halben Zentimeter betragen. Achte darauf, dass der Teig gleichmäßig dick ist, damit die Schnecken später alle gleich groß werden.

5. Die Füllung auftragen

Bestreiche die gesamte Teigfläche dünn mit der weichen Butter. Verwende dafür einen Pinsel oder ein Messer. Streue anschließend die Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig über die gebutterte Fläche. Drücke die Mischung leicht an, damit sie beim Aufrollen nicht herausfällt.

6. Den Teig aufrollen und schneiden

Rolle den Teig von der langen Seite her fest auf. Dabei entsteht eine lange Rolle. Schneide diese Rolle mit einem scharfen Messer in etwa 12 gleichmäßige Scheiben. Jede Scheibe sollte etwa 2 bis 3 Zentimeter dick sein. Lege die Schnecken mit etwas Abstand zueinander auf das vorbereitete Backblech, da sie beim Backen noch etwas aufgehen.

7. Die Zimtschnecken backen

Schiebe das Backblech in den vorgeheizten Ofen und backe die Zimtschnecken für 12 bis 15 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun sind und appetitlich duften. Nimm sie aus dem Ofen und lasse sie auf dem Blech kurz abkühlen.

8. Die Zuckerglasur zubereiten

Während die Schnecken abkühlen, verrühre den Puderzucker mit der Milch zu einer glatten Glasur. Die Konsistenz sollte dickflüssig sein, aber noch gut vom Löffel tropfen. Falls die Glasur zu dick ist, füge tropfenweise mehr Milch hinzu. Ist sie zu dünn, gib noch etwas Puderzucker dazu.

9. Die Zimtschnecken glasieren

Bestreiche die noch leicht warmen Zimtschnecken großzügig mit der Zuckerglasur. Die Wärme sorgt dafür, dass die Glasur leicht in die Schnecken einzieht und eine schöne glänzende Oberfläche entsteht. Lasse die Glasur einige Minuten antrocknen, bevor du die Zimtschnecken servierst.

Gustav

Tipp vom Chefkoch

Wenn du die Zimtschnecken besonders saftig magst, kannst du vor dem Backen noch einige Butterflöckchen auf die aufgerollten Schnecken setzen. Für eine intensivere Geschmacksnote füge der Füllung eine Prise gemahlene Vanille oder Kardamom hinzu. Die Schnecken schmecken am besten frisch aus dem Ofen, lassen sich aber auch am nächsten Tag kurz in der Mikrowelle erwärmen. Bewahre sie in einer luftdichten Dose auf, damit sie nicht austrocknen.

Passende Getränke zu schnellen Zimtschnecken

Zu diesen köstlichen Zimtschnecken passt hervorragend ein frisch gebrühter Filterkaffee oder ein cremiger Cappuccino. Die Röstaromen des Kaffees harmonieren wunderbar mit dem würzigen Zimt. Für Teeliebhaber eignet sich ein kräftiger schwarzer Tee wie Earl Grey oder ein würziger Chai-Tee besonders gut. Kinder freuen sich über ein Glas warme Milch mit einem Hauch Honig oder einen heißen Kakao. An warmen Tagen schmeckt auch ein kaltes Glas Milch hervorragend zu den süßen Schnecken.

Zusätzliche Info

Die Geschichte der Zimtschnecke reicht weit zurück in die skandinavischen Länder, besonders Schweden gilt als Heimat der berühmten Kanelbullar. Dort gibt es sogar einen eigenen Feiertag, den Kanelbullens dag, der jedes Jahr am 4. Oktober gefeiert wird. Die klassische Variante wird traditionell mit Hefeteig zubereitet, doch die moderne Version mit Quark-Öl-Teig hat sich in den letzten Jahren als praktische Alternative etabliert. Der Quark-Öl-Teig wurde ursprünglich in Deutschland entwickelt und erfreut sich besonders bei Blechkuchen großer Beliebtheit. Die Kombination aus Quark und Öl macht den Teig besonders saftig und lange haltbar. Im Gegensatz zu Hefeteig benötigt er keine Ruhezeit und ist daher ideal für spontane Backaktionen. Zimt selbst war früher ein kostbares Gewürz, das aus fernen Ländern importiert wurde und nur wohlhabenden Menschen vorbehalten war. Heute ist es in jedem Supermarkt erhältlich und verleiht zahlreichen Backwaren seinen charakteristischen Geschmack.

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